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Berlin (ddp). Die Bundesregierung will in den kommenden Wochen breit angelegte Vorbeugemaßnahmen gegen Volkskrankheiten auf den Weg bringen. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" soll vor allem Herz-Kreislauf- und Rückenerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und Fettsucht bei Kindern vorgebeugt werden. Das solle das Gesundheitssystem vor einer weiteren Kostenexplosion bewahren.
So werde die Regierung 15 Millionen Euro für einen von Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) initiierten Wettbewerb freigeben, schrieb das Blatt. Dieser verfolge im Kern zwei Ziele: die Förderung gesunder Ernährung von Kindern sowie das Angebot von kostenlosen Sportmöglichkeiten und Bewegungsräumen in den Kommunen.
Derzeit gäben die Krankenkassen rund 70 Milliarden Euro für die Behandlung ernährungsbedingter Erkrankungen aus. "Diese Summe wird ohne Präventionsmaßnahmen bei der Kinderernährung rasant ansteigen", sagte Künast der "Welt am Sonntag". Bereits heute seien jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche zu dick.
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bestätigte der Zeitung, ihr Haus wolle Anfang Februar das so genannte Präventionsgesetz ins Kabinett einbringen. "Da sich nun auch die Bundesagentur für Arbeit mit 20 Millionen Euro beteiligt, stehen insgesamt 270 Millionen Euro für Prävention und Gesundheitsförderung zur Verfügung", sagte die Ministerin.
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