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Dresden (ddp-lsc). Der Entstehung von Massenpaniken nimmt sich ein Forschungsprojekt der Technischen Universität Dresden (TU) an. Anhand von Computersimulationen sollen Verbesserungsvorschläge für die Gestaltung von Großveranstaltungen wie Weltmeisterschaften, Messen und Festivals erarbeitet werden, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. Auch Designlösungen für Architekturen von Bahnhöfen, Flughafenterminals, Museen, Stadien, Einkaufszentren, Hotels und Kreuzfahrtschiffen sollen aus dem Projekt entstehen.
In den vergangenen Jahren ist nach Angaben der TU bereits erforscht worden, welche Potenziale sogenannte Selbstorganisationsphänomene in Korridoren, an engen Stellen oder an Kreuzungen haben. Während sich die Menschen normalerweise an einheitliche Laufrichtungen hielten, breche diese Organisationsform in Stress- und Belastungssituationen oft zusammen. Behinderungseffekte und Blockadesituationen verstärkten diesen Effekt. Bei zunehmenden Gedränge könne ein lebensgefährlicher Druck in der Menge aufbauen. Solche Ereignisse endeten oft mit Dutzenden Toten.
Bestimmte, exakt positionierte Hindernisse könnten den Forschern zufolge den Fußgängerstrom kanalisieren und Panik vermeiden. Durch die Simulation dieser Ströme am Computer soll getestet werden, wie die Selbstorganisation in Fußgängermengen verbessert werden kann.
www.panics.org
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