|
22:30 Uhr
|
Bonn (ddp). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) geht weiter von sinkenden Krankenkassenbeiträgen aus. "Wir werden das am Jahresende sehen: Die durchschnittlichen Beitragssätze sind jetzt schon gesunken und sie werden weiter sinken", sagte Schmidt am Freitag im Fernsehsender Phoenix. Die Kassen könnten allerdings nur dann ihre Beiträge senken, wenn sie das notwendige Geld erwirtschaftet hätten, schränkte sie ein.
Nirgendwo gehe es um so viel Geld wie im Gesundheitswesen. "Und es wird nirgendwo so viel mit Ängsten und mit Hoffnungen der Menschen umgegangen und zwar, um eigene Ziele durchzusetzen", kritisierte die SPD-Politikerin.
Das Problem des Gesundheitswesens liege darin, "dass wir ein System haben, wo alles kollektivvertraglich geregelt wird, wo über Kollektivverträge alles gleich bezahlt wird, egal ob es gut oder schlecht ist", sagte Schmidt. Wer einmal die Zulassung besitze, der bekomme auch immer sein Geld. Sie fügte hinzu: "Wir hätten uns gerne ein System gewünscht, wo auch mehr Vertragswettbewerb gelten kann, das heißt, dass die Kasse auch Qualitätsanforderungen stellen kann, und dass man Einzelverträge macht."
|
|