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Hannover (ddp-nrd). Niedersächsische Ärztinnen haben einen Hilfsfonds für behinderte Neugeborene gefordert. Der Fonds solle über einen Familien-Lastenausgleich finanziert werden, sagte Marlena Robin-Winn, Vorsitzende der Gruppe Hannover des Deutschen Ärztinnenbundes, am Montag in Hannover. Mit dem Geld sollten Frauen unterstützt werden, die sich für die Geburt eines behinderten Kindes entscheiden. Bislang haben diese Frauen nach Angaben des Ärztinnenbundes keinerlei Ansprüche. Dagegen könnten Frauen, die ein behindertes Kind zur Welt bringen und bei einer vorgeburtlichen Untersuchung nicht darauf hingewiesen wurden, ihren Arzt auf Schadenersatz verklagen.
Aus diesem Grund fordern die Ärztinnen auch eine Änderung des Arzt-Haftungsrechts. Bisher müssten Mediziner, die eine vorgeburtliche Schädigung des Kindes nicht erkennen, Schadenersatzforderungen fürchten. Dieser Anspruch, der allein mit der Geburt des Kindes begründet werde, müsse ausgeschlossen werden, betonte Robin-Winn. Zu Begründung sagte sie, dass durch diese Praxis betroffene Frauen zu einer Abtreibung gedrängt würden.
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