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Osnabrück (ddp). Als "reichlich hoch gegriffen" hat die Barmer Ersatzkasse die Behauptung der Antikorruptionsorganisation Transparency International bezeichnet, dass bis zu 20 Milliarden Euro jährlich im deutschen Gesundheitswesen durch Korruption und Betrug verloren gingen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe) sagte Barmer-Vorstandschef Eckard Fiedler, offenbar wolle die Organisation mit "überzogenen Zahlen" öffentlich Aufmerksamkeit erregen. Dabei gebe es keinen Grund zur Dramatisierung, zumal mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz die Korruptionsbekämpfung gesetzlich verankert worden sei.
Um annähernd die von Transparency genannte Größenordnung zu erreichen, müsste man unwirtschaftliches Verhalten mit hineinrechnen, meinte Fiedler. Das sei aber keineswegs immer mit Betrug und schon gar nicht mit Korruption gleich zu setzen. "Eine differenzierte Betrachtung statt der überzogenen Zahlen würde deshalb die Kritik von Transparency glaubwürdiger machen", sagte der Barmer-Chef.
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