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Berlin (ddp). Die Deutschen Zeitschriftenverleger fordern von der Europäischen Union eine Aufhebung des Werbeverbots für rezeptpflichtige Medikamente. Hubert Burda, Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) sagte auf der VDZ-Generalversammlung am Donnerstag in Berlin, "in Zeiten anhaltend schwacher Werbekonjunktur wäre die Aufhebung der Werbeverbote ein hilfreiches Signal für die Medienbranche, die in Deutschland und Europa ein entscheidender Faktor für Innovation, Wachstum und mehr Beschäftigung ist". EU-Kommissionsmitglied Günter Verheugen (SPD) kündigte an, dass die nächste EU-Kommission das Thema erneut auf die Agenda setzen werde.
Burda kritisierte, "das überkommene Verbraucherschutzbild der EU" bevormunde die Bürger, statt sie zu informieren. Während hierzulande durch das Heilmittelwerbegesetz Pharmaunternehmen nicht für ihre verschreibungspflichtigen Produkte werben dürften, habe die liberale Gesetzgebung in den USA zu informierteren Patienten und damit einer Kostensenkung im Gesundheitssystem geführt Auch Verheugen betonte, die Bürger müssten die Möglichkeit bekommen, einen besseren Zugang zu Informationen über Arzneimittel zu erhalten. Davon müsse aber zunächst das Europäische Parlament überzeugt werden.
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