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Startseite Rubrik: Meldung vom Tage aktualisiert 03.11.2004


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09.10.04

Focus: BA und Kommunen wollen mehr Geld für Langzeitarbeitslose

ddp

München (ddp). Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Kommunen fordern vom Bund mehr Geld für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen. Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» meldet, liege deren Zahl nach neuesten Schätzungen im nächsten Jahr deutlich über den bisherigen Annahmen. Statt der ursprünglich veranschlagten 3,21 Millionen dürften es eher 3,44 Millionen sein. Das Bundeswirtschaftsministerium habe in einem Brief an die kommunalen Spitzenverbände Fehler in früheren Berechnungen eingeräumt.

Bislang sind 6,35 Milliarden Euro für Programme vorgesehen, die Langzeitarbeitslose wieder fit für den Arbeitsmarkt machen sollen. Diese Mittel müssten nun aber auf mehr Empfänger verteilt werden. Nach internen Berechnungen des Deutschen Landkreistages stünden damit für jeden Fall pro Monat nur 132 Euro für Fördermaßnahmen zur Verfügung - statt der versprochenen 160 Euro, betont das Blatt. Für jeden Ein-Euro-Job wolle die Bundesregierung pro Arbeitsstunde 1,50 Euro zusätzlich für die Verwaltung ausgeben. Das ergebe sich aus den bislang unveröffentlichten Richtlinien für die umstrittene Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen. Danach stelle das Bundeswirtschaftsministerium für jeden Ein-Euro-Jobber den Trägern des Arbeitseinsatzes wie Kommunen und Wohlfahrtsverbänden pauschal bis zu 500 Euro monatlich zur Verfügung. Da die wöchentliche Arbeitszeit in der Regel auf 30 Stunden und die Entlohnung auf 1,50 Euro pro Stunde beschränkt seien, dürfen die Beschäftigten inklusive Fahrgeld höchstens etwa 200 Euro pro Monat verdienen.

Die übrigen 300 Euro seien den Richtlinien zufolge für «Verwaltung und Qualifizierung» vorgesehen.


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