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Berlin (ddp-bln). Rund 100 Menschen mit Behinderungen aus ganz Deutschland haben am Mittwoch in Berlin für einen barrierefreien Zugang zu allen Gebäuden demonstriert. Zu der symbolischen Aktion vor dem Fernsehturm am Alexanderplatz hatten der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland und der Berliner Behindertenverband (BBV) aufgerufen. Der Fernsehturm sei ein Wahrzeichen für all die Barrieren, gegen die die Betroffenen einzeln und immer aufs Neue kämpfen müssten, sagte BBV-Verbandsvorsitzender Ilja Seifert. Nach Angaben der Verbände ist die Kugel des Fernsehturms bis heute für Menschen mit bestimmten Behinderungen unerreichbar.
Nicht die Menschen mit Behinderungen müssten sich der Umwelt anpassen, fügte Seifert hinzu. Vielmehr müsse dafür gesorgt werden, dass alles von Menschen Geschaffene für alle und jeden barrierefrei nutzbar sei. Die in Deutschland noch nicht ratifizierte UN-Konvention "Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" schreibe den Staaten ausdrücklich vor, was sie für das Grundrecht auf volle Teilhabe zu tun hätten. Technische Lösungen und Kosten müssten demnach zweitrangig sein.
Am Ende des "Touristischen Erlebnistages", an dem auch Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) teilnahm, bildeten die Rollstuhlfahrer einen auf den Fernsehturm gerichteten Pfeil und riefen in Sprechchören "Wir wollen hinauf!".
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