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13.04.2004

Depressionen bei Kindern bleiben oft unentdeckt

ddp

Marburg (ddp). Depressive Erkrankungen bleiben bei Kindern und Jugendlichen häufig unerkannt. Bis zu fünf Prozent der Jugendlichen seien von behandlungsbedürftigen Depressionen betroffen, teilte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (DGKJP) am Dienstag in Marburg mit. Nach Schätzungen der Gesellschaft erhält aber nur jedes zweite betroffene Kind eine Therapie.

Jedes Jahr nähmen sich rund 200 Teenager das Leben. Laut DGKJP ist Suizid die zweithäufigste Todesursache bei den 15- bis 19-Jährigen. Nur bei Unfällen sterben noch mehr junge Menschen.

Je älter die Kinder werden, desto deutlicher treten die Symptome zu Tage. Etwa ein Prozent der Vorschulkinder, aber bereits zwei bis drei Prozent der Schulkinder und bis zu fünf Prozent der 15- bis 19-Jährigen leiden den Angaben zufolge an Depressionen. Bis zur Pubertät erkrankten genauso viele Jungen wie Mädchen, später treffe es zwei- bis dreimal so viele Mädchen.


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