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Berlin (ddp). Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert eine neue Aufgabenverteilung in den Kliniken. Die Übertragung einfacher ärztlicher Tätigkeiten an andere medizinische Berufsgruppen wie Krankenpfleger oder Schwestern würde zu einer Kosteneinsparung führen, ohne dass die Qualität der Behandlung abnähme, betonte DKG-Präsident Rudolf Kösters am Dienstag in Berlin unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts.
Die Palette übertragbarer Aufgaben reicht laut DKG von Tätigkeiten wie Verbandswechsel, Blutentnahme und Anlegen von Infusionen über das Anlegen von Sonden, Kathetern und Zugängen bis hin zur Ultraschall-Untersuchung und zum Fall-Management.
Angesichts einer wachsenden Anzahl von älteren und chronisch kranken Patienten bei gleichzeitig weniger Ärzten sowie steigenden Personalkosten müssten die Krankenhäuser das vorhandene Personal effizienter einsetzen, sagte Kösters. Für jene Berufsgruppen, denen zusätzliche Aufgaben übertragen werden, seien daher Qualifikationen unverzichtbar. Es gehe nicht darum, den Arztberuf in Frage zu stellen, betonte Kösters und fügte hinzu: "Diagnostik und Therapie bleiben immer Kernbereich der ärztlichen Tätigkeit."
Allerdings sei die Neuordnung ärztlicher Tätigkeiten in Kliniken kein "Allheilmittel", sagte Gundolf Gubernatis vom Vorstand des Deutschen Krankenhausinstituts. Denn Kosten entstünden nicht nur durch Weiterbildungen, sondern auch durch höhere Lohnkosten bei besser qualifiziertem Personal. "Das ist ein Dilemma", räumte er ein. Dennoch sehe er keine Alternative.
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