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Übersicht "Meldung vom Tage" (September 2007) |
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19.09.
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Kripo untersucht Drohung an Wismarer "Factory"
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naps
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(naps/rh). "Wir werden euch alle töten ..." Mit diesem Schriftzug an einem Eingang der Wismarer Behindertenwerkstatt "Factory" ist am Montagmorgen das eintreffende Personal konfrontiert worden. Einigen stand die Verunsicherung ins Gesicht geschrieben. In der ersten Aufregung verletzte sich eine Frau. Sie stürzte im Eingangsbereich in ein etwa 50 cm tiefes Loch. Denn dort fehlte die Abdeckung. Mit dieser demolierten die Täter eine Scheibe. Die Betroffene musste ärztlich behandelt werden. Sie ist arbeitsunfähig.
Der Geschäftsführer der Wismarer Werkstätten GmbH, Hartmut Bunge, bestätigte auf Anfrage der Ostsee-Zeitung (OZ) die Sachbeschädigung: "Das ist eine schlimme Sache. Wir beruhigen unsere Mitarbeiter in dieser unangenehmen Situation und haben die Polizei eingeschaltet." Nachdem der Vorfall bekannt wurde, hätten die Werkstätten Anzeige gegen Unbekannt erstattet und den Schriftzug vom Windfang entfernt, berichtet die OZ weiter.
Zudem habe der Geschäftsführer am gestrigen Morgen den Anruf bekommen, dass nachts wieder eine Scheibe eingeschlagen worden ist. Laut OZ-Bericht bearbeitet die Wismarer Kriminalpolizei den Fall: "Der zuständige Beamte weiß aus Erfahrung, dass solche Dinge nachts passieren und deshalb kaum mit Zeugen zu rechnen sei, die Hinweise auf Täter geben können. Von der Brisanz sei der Vorfall bedenklich. Auf jeden Fall werde die Kriminalpolizei noch einmal mit der Geschäftsführung der Wismarer Werkstätten sprechen, um eventuell Hinweise auf die Täter zu bekommen."
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Standpunkt
Die Bedrohung trifft uns alle!
In der Ostseezeitung vom 19. September 2007 steht ein kleiner Artikel auf Seite 13 rechts unten «Kripo untersucht Drohung an 'Factory'» in Wismar. Am Windfang zur Werkstatteingangstür mussten bereits am Montagmorgen Mitarbeiter/innen und Beschäftigte lesen: "Wir werden euch alle töten". (Quelle: OZ- Lokalseite - Wismarer Zeitung - vom 19.09.07)
Kein Aufschrei, kein Entsetzen, kein Einhalten das Tagesgeschäft geht in Wismar weiter, als wäre nichts passiert.
In Deutschland muss man solche Worte sehr ernst nehmen, denn im Dritten Reich wurden behinderte und psychisch kranke Menschen auch erst bedroht und in Vorpommern wurde die Drohung zuerst in die Tat umgesetzt. Auf Befehl, des damaligen Gauleiters Schwede-Coburg, wurde im November 1939 die Provinzial - Heil- und Pflegeanstalt Stralsund für die weitere Nutzung als SS-Kaserne geräumt. Bis zu 1.500 Patienten wurden in Richtung Osten abtransportiert und sie wurden alle in den Wäldern von Piasnitz durch ein SS-Kommando erschossen.
Der ABiMV e.V. wird, nicht nur mit Blick auf die deutsche Geschichte, die demokratische Gesellschaft mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften verteidigen, sondern auch mit ALLEN demokratischen Kräften im Lande zusammenstehen, damit Menschen in unserer Gesellschaft nicht wieder bedroht werden und um ihr Leben Angst haben müssen.
In diesen Tagen stehe ich mit ganzem Herzen an der Seite der Menschen, die in der "Factory" der Wismarer Werkstätten GmbH leben und arbeiten.
P. Braun, am 20.09.07
Dazu weitere Informationen:
http://www.abimv.de/cms/wm-cms,,298.html
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