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Frankfurt/Main (ddp). Schon im nächsten Jahr soll ein genauer Qualitätsvergleich zwischen Pflegeheimen und -diensten möglich sein. Wenn die Pflegereform von der großen Koalition wie vorgesehen beschlossen werde, dann werde dies 2008 "Wirklichkeit werden", sagte der Leiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, Peter Pick, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe).
Am Freitag hatte der Medizinische Dienst einen Bericht vorgestellt, wonach jeder zehnte Heimbewohner unter gesundheitlichen Schäden infolge falscher Versorgung leide.
Pick sprach sich für härtere Sanktionsmöglichkeiten gegen Pflegeheimbetreiber aus, die den Qualitätsanforderungen nicht gerecht würden. Derzeit sei es kaum möglich, solche Einrichtungen zu schließen. "Das Interesse an einem freien Wirtschaftsbetrieb wird in Deutschland höher gewichtet als das Interesse an einer menschlichen Pflege", kritisierte Pick.
Er kündigte an, der Medizinische Dienst werde Pflegeanbieter künftig häufiger ohne Ankündigung kontrollieren: "Auch aus unserer Sicht spricht einiges dafür, Prüfungen nur noch unangemeldet durchzuführen." Derzeit werde jeder zweite Besuch einer Pflegeeinrichtung zuvor angekündigt.
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