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Berlin (ddp). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sieht eindeutige Signale für weiter sinkende Krankenkassenbeiträge in diesem Jahr. Eine neue Prognose des so genannten Schätzerkreises habe ergeben, dass in der zweiten Jahreshälfte ein durchschnittlicher Beitragssatz von «deutlich unter 14 Prozent» erreicht werden könne, sagte Schmidt am Montag in Berlin.
Bereits im ersten Halbjahr werde es für 38 Prozent der 70 Millionen Versicherten niedrigere Beiträge geben, betonte die Ministerin. Bis jetzt seien 25 Millionen Versicherte in den Genuss niedrigerer Sätze gekommen. Ende März lag der durchschnittliche Beitragssatz aller Kassen noch bei 14,27 Prozent.
Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel (SPD), sieht «mehr und mehr Akzeptanz bei den Menschen» für die Gesundheitsreform. Kritisch äußerte sie sich im ARD-«Morgenmagazin» zum Verhalten einiger Ärzte. «In manchen Praxen wird Politik gegen die Reform gemacht», sagte die SPD-Politikerin, die knapp 100 Tage im Amt ist.
Vor knapp 100 Tagen trat auch die Gesundheitsreform in Kraft. Schmidt wies darauf hin, dass «auf allen Ebenen» eine Menge «in Bewegung» geraten sei. Unter anderem seien die Arzneimittelausgaben im ersten Quartal des Jahres «drastisch» gesunken. Schmidt rechnet damit, dass für das erste Quartal diesen Jahres die Arzneimittelausgaben um eine Milliarde Euro niedriger ausfallen werden als im Vorjahreszeitraum.
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