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Mainz (ddp). Die Hamburger Scientology-Beauftragte Ursula Caberta hält ein Verbot der Scientology-Organisation in Deutschland trotz der Skepsis der Mehrzahl der Innenminister von Bund und Ländern für möglich. "Für ein Verbotsverfahren gibt es genügend Material", sagte Caberta dem 3SAT-Magazin "Kulturzeit". Anders als bei der rechtsextremen NPD habe man es bei Scientology mit einem ausländischen Verein zu tun.
"Da gibt es ein bestimmtes Regularium: Es wird ein Prüfverfahren vorgeschaltet für ein Verbot. Das müsste man erstmal anstrengen", sagte Caberta. Es gebe genügend Taten im Ausland, die bei einer Einstufung von Scientology als ausländischer Verein greifen könnten. "Ich bin sicher, wenn wir das alles zusammentragen, sind mehr Bundesländer für ein Verbot als bisher", sagte Caberta.
Zunächst müsse man sich darauf verständigen, Scientology als neue Form des politischen Extremismus einzustufen, sagte sie. Hier sei man schon ein Stück vorangekommen. "Es hat lange Zeit gedauert, Scientology aus der Sektenecke herauszuholen", sagte sie. "Man muss zur Kenntnis nehmen, dass die Behauptung, Scientology habe etwas Religiöses an sich, eine reine Nebelkerze ist, um die wahren Ansichten zu verschleiern."
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