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Berlin (ddp). Als Folge der Gesundheitsreform wird für viele Deutsche der Weg ins nächste Krankenhaus möglicherweise schon bald deutlich länger. Das gelte für den Notfall ebenso wie für den Krankenbesuch bei Patienten, berichtet die «Welt am Sonntag». Denn Deutschland stehe ein massives Krankenhaussterben bevor, das vor allem in ländlichen Gebieten eine flächendeckende Gesundheitsversorgung gefährden könne. Von den 2240 Krankenhäusern in Deutschland schlössen in den nächsten zehn Jahren nach einer Prognose der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) etwa 15 Prozent, schreibt das Blatt. Das seien mehr als 330 Krankenhäuser.
Nach Auffassung des gesundheitspolitischen Sprechers der FDP, Dieter Thomae, wird es daher bei der flächendeckenden Versorgung der Patienten künftig zu «massiven Problemen» kommen. Der zweite Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, sieht dies nicht anders. Er weist darauf hin, dass eine rasche Notfallversorgung nur bei einer durchschnittlichen Entfernung von 15 bis 20 Kilometern bis zum nächsten Krankenhaus gewährleistet sei.
Betroffen sind nach Angaben der DKG von den Schließungen vor allem kleinere Häuser mit 150 bis 200 Betten. Hauptgrund für das erwartete Krankenhaussterben sei das neue Abrechnungssystem nach Fallpauschalen. Danach zahlen die Kassen für eine Behandlung nur noch eine Pauschale unabhängig davon, wie lange der Patient tatsächlich im Krankenhaus liegt und wie aufwendig seine Behandlung ist.
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