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Greifswald (ddp-nrd). Dem neuen Klinikum in Greifswald droht eine Kündigungswelle. Der mehr als 2500 Beschäftigte zählende Klinikkomplex an der Greifswalder Universität müsse in den nächsten Wochen voraussichtlich 127 Mitarbeiter entlassen, sagte der Ärztliche Direktor Christoph Fusch am Freitag in Greifswald. Alternativ dazu sei eine befristete Arbeitszeitverkürzung mit durchschnittlichen Lohnkürzungen von etwa neun Prozent möglich, die bislang jedoch von den Gewerkschaften abgelehnt werde.
Die Einschnitte seien erforderlich, um Auswirkungen der Gesundheitsreform abzufangen, sagte Fusch. Das Klinikum nehme durch die Verlagerung bislang stationär erbrachter Leistungen auf den ambulanten Bereich 2,5 Millionen Euro weniger ein. Die Einführung von Leistungspauschalen koste das Klinikum weitere 1,5 Millionen Euro. Noch im April müsse entschieden werden, wie die Gesamtverluste von rund vier Millionen Euro auszugleichen seien, sagte Fusch.
Erst vor einer Woche war am Klinikum unter Teilnahme von viel Politprominenz die Einweihung eines 83 Millionen Euro teuren Bauabschnitts mit fünf Fachkliniken und 214 Betten gefeiert worden. Für den Herbst ist der Baustart für einen zweiten Klinikkomplex für 153 Millionen Euro vorgesehen.
http://www.klinikum.uni-greifswald.de
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