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Hamburg (ddp). Viele Großeltern suchen nach einer für ihre Lebensumstände passenden Rolle. Ehescheidungen und Patchworkfamilien, weit entfernte Wohnorte oder berufliche Zwänge sind einige der Herausforderungen, denen sich Omas und Opas stellen müssen. In ihrem Buch "Enkelkinder!" beschäftigt sich Adelheid Müller-Lissner mit den Problemen und Chancen heutiger Großeltern.
Die Autorin hat hierfür viele Menschen befragt und bettet deren Erfahrungen in ihren Text ein. Sie lässt unbekannte Großeltern zu Wort kommen und prominente Persönlichkeiten wie den ehemaligen Bremer Oberbürgermeister Henning Scherf, die Präsidentin des Goethe-Instituts Jutta Limbach oder den Unternehmer Carl Hipp. Mithilfe von Experten integriert sie die einzelnen Erlebnisse in einen größeren Zusammenhang und gibt praktische Tipps und Ratschläge.
Das Buch möchte Großeltern Schritt für Schritt auf ihrem Weg begleiten. Daher beschäftigt es sich zuerst mit dem Einleben als Oma oder Opa, der veränderten Generationenfolge und der gewandelten Beziehung zum eigenen Kind. Danach geht es darum, wie und in welchem Ausmaß sich Großeltern engagieren können. Dabei kommt es auf das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz an, denn häufig gibt es beispielsweise wegen Erziehungsfragen Probleme zwischen Eltern und Großeltern.
Das Kapitel "Kontaktsuche" handelt davon, wie man mit der Entfernung zu Enkelkindern umgehen kann. Dies berücksichtigt die räumliche Distanz zum Wohnort der Enkel ebenso wie den familiären Abstand, den Ehescheidungen entstehen lassen. Hier gibt es zudem Tipps wie man Wahlverwandtschaften knüpfen kann.
Adelheid Müller-Lissner: "Enkelkinder! Eine Orientierungshilfe für Großeltern",
Christoph Links Verlag, 2006, ISBN: 3-86153-409-6
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