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Übersicht "Meldung vom Tage" (Januar 2007) |
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04.01.
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Hormontherapie kann Heißhunger von Bulimie-Patientinnen dämpfen
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ddp
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Stockholm (ddp). Bulimiekranke Frauen haben häufig einen gestörten Hormonstoffwechsel. Die Menge des Sexualhormons Testosteron, das auch für Hungergefühle verantwortlich ist, kann bei dieser Ess-Brech-Sucht deutlich über den Normalwerten liegen, hat die schwedische Forscherin Sabine Naessén vom Karolinska-Institut in Stockholm herausgefunden. In Untersuchungen an Bulimie-Patientinnen konnten Hormontabletten den Stoffwechsel stabilisieren und die Heißhungerattacken abschwächen, berichtet das Karolinska-Institut.
Die Forscherin untersuchte 77 Bulimie-Patientinnen und 59 Frauen in einer Kontrollgruppe. Dabei stellte sie bei der Analyse der Hormonwerte im Blut fest, dass bei den Ess-Brech-Süchtigen die Werte des männlichen Sexualhormons Testosteron höher und des weiblichen Sexualhormons Östrogen niedriger als bei Frauen in der gesunden Kontrollgruppe lagen. Anschließend behandelte die Medizinerin Naessén über einen Zeitraum von drei Monaten 21 Patientinnen mit einer Hormontherapie, um das Ungleichgewicht der Sexualhormone im Stoffwechsel auszubalancieren.
Mit östrogenhaltigen Standard-Antibabypillen konnte die Medizinerin die hohen Testosteronwerte der Bulimie-Patientinnen senken. Damit gingen auch Hungergefühle und Heißhungerattacken zurück. Bei drei Patientinnen ließ die Ess-Brech-Sucht sogar komplett nach. Die Mediziner um Naessén schließen daraus, dass eine Hormontherapie die üblichen psychologischen Behandlungspläne ergänzen könnte.
Bulimie zählt zu den häufigsten Essstörungen. Nach Schätzungen von Wissenschaftlern leiden in Deutschland rund acht Prozent aller Frauen unter der unkontrollierten Esssucht, auf die meist ein absichtlich herbeigeführtes Erbrechen folgt. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen leiden sogar 20 Prozent der Frauen darunter.
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