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09.01.04
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Patientenbeauftragte warnt vor Ausnutzung verunsicherter Patienten
Berlin (ddp). Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel (SPD), hält höhere Zuzahlungen als jetzt für die Menschen nicht zumutbar. "Wenn diese Gesundheitsreform nicht greift, werden wir über ganz andere, grundsätzliche Veränderungen bei der Finanzierung der Krankenkassen reden müssen", sagte sie der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe). Dafür gebe es zwei Alternativen: die Einführung einer Bürgerversicherung oder von Kopfpauschalen.
Kühn-Mengel geht davon aus, dass zumindest die großen Krankenkassen ihre Beitragssätze deutlich verringern werden - wenn nicht jetzt sofort, dann im Verlauf des Jahres. "Dafür sorgt schon der Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenversicherern. Keine Krankenkasse wird es sich leisten können, ihre Sätze künstlich hoch zu halten," sagte sie.
Zugleich warnt sie die Ärzteschaft davor, die durch die Gesundheitsreform verursachte Verunsicherung der Patienten auszunutzen. "Schlimm finde ich es, wenn beispielsweise die Augenärzte vorhandene Unsicherheiten ausnutzen, um die Patienten extra zur Kasse bitten", sagte Kühn-Mengel.
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ddp
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