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08.01.04
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Umfrage: Jeder Dritte will nur in dringenden Fällen zum Arzt gehen
Berlin (ddp). Seit dem 1. Januar 2004 müssen die gesetzlich Versicherten bei Arztbesuch und Behandlungen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Daher hoffen die Deutschen: Jetzt bloß nicht krank werden! Mehr als jeder Dritte will erst einmal nur in dringenden Fällen zum Arzt gehen. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte repräsentative Umfrage für die Nachrichtenagentur ddp.
Weil der Arztbesuch sich künftig auch im eigenen Geldbeutel bemerkbar macht, wollen 37 Prozent der Deutschen nur in «wirklich dringenden Fällen» den Arzt aufsuchen. 27 Prozent werden nicht sparen, weil für sie die Gesundheit «das Wichtigste» ist. Dies unterstreichen mit 34 Prozent vor allem die Männer.
Auf die Frage, bei welcher Gesundheitsmaßnahme jeder am ehesten zu sparen bereit sei, antworteten 30 Prozent daher auch prompt: «Ich spare nicht an meiner Gesundheit!» Weitere 28 Prozent wollen beim Kauf von Medikamenten aufs Geld achten und 22 Prozent beim Besuch des Hausarztes - eben öfter einmal den Apotheker fragen, lautet die Devise.
Während 14 Prozent der Frauen, aber nur acht Prozent der Männer, beim Kauf einer neuen Brille sparen wollen, sieht das beim Zahnarztbesuch genau anders herum aus: Zwölf Prozent der Männer - und sieben Prozent der Frauen - würden «nur bei Schmerzen» hingehen und «lieber auf die perfekte Optik verzichten».
Was Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) freuen wird: Durchschnittlich 34 Prozent werden sich von nun an immer vom Hausarzt überweisen lassen. In der Mehrzahl sind das die Frauen (39 Prozent; Männer: 29 Prozent), die eher älteren Menschen (39 Prozent der 36- bis 45-Jährigen) sowie die Ostdeutschen (42 Prozent).
Die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer hatte eine deutliche Meinung zur Gesundheitsreform: Für 56 Prozent ist klar, dass es «wieder eher die sozial Schwachen» trifft. Weitere 33 Prozent sind der Auffassung, die Reform ist nur Stückwerk - man hätte «viel grundlegender an die Sache herangehen» müssen. Nur acht Prozent finden die neuen Regelungen «bitter, aber notwendig».
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ddp
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