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Hamburg (ddp). In manchen Familien regieren Kinder wie kleine Tyrannen. Den Eltern wächst die Erziehung ihres Nachwuchses über den Kopf. "Väter und Mütter müssen freundlich aber bestimmt deutliche Grenzen setzen", rät Erziehungsexpertin Cornelia Nitsch. Je klarer der eigene Standpunkt vertreten wird, desto friedlicher werde der Umgang miteinander.
Zunächst sollten sich Eltern überlegen, welche Werte und Verhaltensweisen ihnen selbst am wichtigsten sind. "Dies können die unterschiedlichsten Dinge sein. Zum Beispiel Höflichkeit, Schulleistungen oder soziales Verhalten", erklärt die Autorin des Buches "Kindern Grenzen setzen". Hierbei sei es wichtig, nur einige Punkte herauszugreifen. Zu viele Maßregelungen überforderten den Nachwuchs.
"Anschließend dürfen Dinge nicht täglich aufs Neue mit den Kindern verhandelt werden. Wesentliche Punkte stehen nicht mehr zur Diskussion, sie sind einfach zu befolgen", sagt Nitsch. Die Devise lautet: Kurz, klar und präzise, egal ob es um das abendliche Zähneputzen oder die Hausaufgaben geht. Um das Kind als Verbündeten in Sachen Erziehung und nicht als Kontrahenten zu sehen, müssen die neuen Regeln mit Erklärungen verbunden sein. "Das gibt dem Kind das Gefühl, geachtet und respektiert zu werden." Schließlich stehe trotz aller Geradlinigkeit bei der Erziehung der liebevolle Umgang miteinander im Vordergrund.
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