|
|
Mannheim (ddp). Der Medizinrechtler Jochen Taupitz warnt vor übertriebenen Hoffnungen beim therapeutischen Klonen. "Die Wissenschaftler sollten sich zurückhalten und nicht so tun, als stünde der therapeutische Durchbruch unmittelbar bevor", sagte Taupitz mit Blick auf Informationen, dass südkoreanische Forscher aus geklonten menschlichen Embryonen Stammzellen gewonnen haben. Solche Experimente könnten nicht von heute auf morgen in die Praxis umgesetzt werden, sagte der Mannheimer Wissenschaftler, der auch Mitglied im Nationalen Ethikrat ist.
Taupitz forderte zudem ein weltweites Verbot des Klonens von Menschen zu Fortpflanzungszwecken. "Missbrauch lässt sich nicht ganz ausschließen. Eine weltweite Ächtung des reproduktiven Klonens wäre deshalb umso wichtiger, damit möglichst viele Länder gegen jegliche Versuche vorgehen", sagte er.
|
|