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Kamenz (ddp-lsc). Im vergangenen Jahr sind in Sachsen 2216 Kinder und Jugendliche zum eigenen Schutz kurzzeitig aus ihren Familien genommen worden. Damit sank die Zahl dieser Obhut-Maßnahmen gegenüber 2003 um knapp acht Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Kamenz mitteilte. 770 von ihnen wurde auf eigenen Wunsch Obhut gewährt, in 1446 Fällen reagierten die Behörden, weil eine akute Gefährdung der Kinder und Jugendlichen vorlag.
Wichtigste Gründe für die Hilfsmaßnahmen sind laut Landesamt Überforderung der Eltern, Vernachlässigung der Kinder, Kriminalität sowie Anzeichen von Misshandlung. Für knapp zwei Drittel der Kinder endete die staatliche Obhut nach höchstens drei Tagen, für 568 schloss sich eine erzieherische Hilfe außerhalb des Elternhauses an.
(www.statistik.sachsen.de)
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