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Xanten (ddp-nrw). 15 000 Menschen mit und ohne Behinderungen haben am Samstag den achten "Tag der Begegnung" des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in Xanten besucht. Regen und heftiger Wind hätten der guten Stimmung im Archäologischen Park keinen Abbruch getan, sagte ein LVR-Sprecher. Aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen musste der geplante Auftritt der Kölner Rockband BAP im römischen Amphitheater um eine Stunde verschoben werden.
"Es ist ein fantastisches Gefühl, wenn so viele behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammenkommen", erklärte der Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Jürgen Wilhelm: "Ich freue mich, dass hier die vielbeschworene Integration gelebt und gefeiert wird." Durch das Programm des Tages, das von über 200 Gruppen, Vereinen und Schulklassen gestaltet wurde, führte TV-Moderator Uwe Hübner.
Als Höhepunkte galten die Auftritte der 1. FC-Köln-Cheerleader und eine spektakuläre Übung der GSG9-Fallschirmtruppe. Alle Aktionen und Konzerte waren für die Besucher kostenlos. WDR-Intendant Fritz Pleitgen hatte die Schirmherrschaft über das nach Angaben der Veranstalter größte deutsche Integrationsfest übernommen.
"Menschen mit und ohne Behinderungen feiern in Xanten einen besonderen Tag und setzen damit ein Zeichen für die Integration und für das Miteinander", erklärte LVR-Direktor Udo Molsberger den Ansatz der Veranstaltung. Der LVR hat das Fest ins Leben gerufen, um immer noch bestehende Vorurteile und Barrieren im Umgang mit Frauen und Männern mit Handicap abzubauen. Auslöser war ein Gerichtsurteil, das 1998 behinderten Männern einer Wohngruppe des LVR zu bestimmten Zeiten verbot, in den Garten zu gehen, weil sich die Nachbarn davon gestört fühlten.
"Wir empfinden uns als Anwalt der behinderten Menschen im Rheinland und dazu passt das LVR-Motto 'Qualität für Menschen'", hob Molsberger hervor. Auch im kommenden Jahr soll es wieder einen "Tag der Begegnung" geben.
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