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Potsdam (ddp-lbg). Brandenburg hat 2004 den zweithöchsten Krankenstand in Deutschland verzeichnet. An jedem Tag des vergangenen Jahres waren 3,9 Prozent aller 127 000 erwerbstätigen Versicherten der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) in der Mark arbeitsunfähig, wie aus dem DAK-Gesundheitsreport 2005 hervorgeht. Dieser wurde am Donnerstag in Potsdam vorgestellt. Berlin hält mit 4 Prozent den bundesweiten Spitzenwert. Wie DAK-Landesgeschäftsführer Herbert Mrotzeck sagte, lag der Krankenstand 2004 bundesweit bei 3,2 Prozent, in den ostdeutschen Bundesländern bei 3,8 Prozent.
Zugleich verwies Mrotzeck darauf, dass der Krankenstand in Brandenburg 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte gesunken sei. Dieser Rückgang sei auf die bessere Gesundheitsvorsorge zurückzuführen. Aber auch die Einführung der Praxisgebühr und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes hätten viele Arbeitnehmer von einem Arztbesuch abgehalten.
DAK-Mitglieder in Brandenburg waren dem Report zufolge im Schnitt 11,8 Tage krank, bundesweit 11,5 Tage. Fast 40 Prozent aller Krankheitstage entfielen auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems sowie des Bindegewebes und des Atmungssystems. Den höchsten Krankenstand hatten die Branchen Organisation und Verbände gefolgt von der Verwaltung und dem Bereich Bildung, Kultur, Medien. Am wenigsten waren Beschäftigte in der Datenverarbeitung, von Wirtschaftsprüfung, Handel, Banken und Versicherungen krank.
Mrotzeck machte darauf aufmerksam, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen in Brandenburg dramatisch angestiegen sei. Seit 1997 sei die Zahl der diesbezüglichen Krankheitstage um 70 Prozent angewachsen, die Zahl der Kranken habe im selben Zeitraum um 56 Prozent zugenommen. Bei den Fehltagen wegen psychischer Erkrankungen liege Brandenburg aber noch unter dem Bundesdurchschnitt.
Die Analyse der DAK ist eine Ganzjahreserhebung auf der Datenbasis von bundesweit knapp 2,6 Millionen Erwerbstätigen. Die Daten sind nach DAK-Angaben repräsentativ.
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