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Heidelberg (ddp). Um die zunehmenden Sprachdefizite bei Kindern geht es ab Mittwoch auf einer Expertentagung in Heidelberg. Bis Samstag diskutieren auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) mehr als 1000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland die Ursachen und Folgen von Sprachproblemen. Magersucht, Aufmerksamkeitsstörung (ADS), Autismus, Schizophrenie und Selbstverletzungen sind nach Veranstalterangaben weitere Themen.
Kongresspräsident Franz Resch betonte im Vorfeld des Ärztetreffens, die Sprache sei für die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit von zentraler Bedeutung. Wie motorische Störungen oder Verhaltensprobleme würden bei Kindern aber auch Sprachdefizite "erschreckend" zunehmen. Etwa jeder vierte Schulanfänger in Deutschland habe nach Expertenschätzungen Sprachprobleme. Oft seien Fernseher und Computer schon bei Vorschulkindern die wichtigsten Kommunikationsmittel.
Resch zufolge ist die Kommunikation entscheidend für den Aufbau einer guten Eltern-Kind-Beziehung. Im Schulalter sei die generelle Gesprächsbereitschaft dann der erste Ansatz für die Lösung von Konflikten. Frühe Störungen des Kommunikationsprozesses könnten vielfältige Folgen wie psychische Erkrankungen, Lernschwierigkeiten, Bindungsprobleme oder Aggressivität haben, warnte der Kongresspräsident. Resch leitet die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Heidelberg.
www.kinder-und-jugendpsychiater-im-netz.de
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