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Magdeburg (ddp-lsa). Die Arzneimittelkosten für die gesetzlichen Krankenkassen in Sachsen-Anhalt haben sich im Dezember 2003 gegenüber dem Vorjahresmonat um 30,5 Prozent erhöht. Trotz neuer Rabatte für Apotheken, Großhändler und Pharmaindustrie seien die Kosten von 71,36 Millionen Euro im Dezember 2002 auf 93,12 Millionen Euro im Dezember vergangenen Jahres gestiegen, teilte der Betriebskrankenkassen-Landesverband Ost am Mittwoch in Magdeburg mit.
Grund für den Anstieg sei der erwartete Vorzieheffekt der Gesundheitsreform gewesen. Die Ärzte hätten in Erwartung steigender Arzneimittelpreise und höherer Zuzahlungen Medikamente in größeren Mengen verschrieben. Es seien ohne Zweifel Gefälligkeitsrezepte ausgestellt worden, sagte ein BKK-Sprecher.
Mit dieser Steigerungsrate liege Sachsen-Anhalt an der Spitze der neuen Bundesländer. Insgesamt seien die Ostdeutschen beim "Bevorraten" allerdings bescheidener gewesen als die Versicherten im Westen. Bundesweit lag die Steigerungsrate den Angaben zufolge bei 33,2 Prozent, die Steigerung wurde mit mehr als 39 Prozent in Niedersachsen verzeichnet.
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