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Washington (ddp). Bei Schizophreniepatienten ist die Struktur des Gehirns verändert. Dies ist nicht eine Auswirkung ihrer Krankheit, sondern erblich bedingt. Das hat ein Team amerikanischer Wissenschaftler in Studien an Zwillingen herausgefunden. Die Forscher stellten fest, dass die Form zweier bestimmter Hirnregionen umso ähnlicher ist, je näher zwei Menschen miteinander verwandt sind. Gesunde, die sehr eng mit einem Schizophreniepatienten verwandt sind, weisen die gleiche Struktur in diesen Hirnarealen auf wie der Kranke. Martin Styner von der Universität in North Carolina und seine Kollegen stellen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "PNAS" vor (Online-Vorabveröffentlichung, DOI:10.1073/pnas.0501117102).
Die Forscher untersuchten mithilfe der Magnetresonanztomographie die Gestalt der so genannten Seitenventrikel. In diesen Hohlräumen im Großhirn wird unter anderem die Hirnflüssigkeit gebildet. Frühere Studien haben gezeigt, dass diese Ventrikel bei gesunden Menschen und Schizophreniepatienten unterschiedlich sind.
Das gilt aber nicht bei sehr engen Verwandten, konnten Styner und seine Kollegen nachweisen. Sie stellten fest, dass ein gesunder eineiiger Zwilling eines Schizophreniekranken die gleichen Veränderungen zeigt. Die Forscher schlossen daraus, dass die Unterschiede in der Struktur der Seitenventrikel von Schizophreniekranken hauptsächlich genetisch bedingt sein müssen. Sie werden nicht durch die Krankheit selbst hervorgerufen. Ob die Krankheit ausbricht oder nicht, hängt jedoch auch von weiteren Faktoren wie den individuellen Familien- und Lebensumständen ab.
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