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Berlin (ddp). Pflanzliche Medikamente sind beliebt und häufig ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Meistens sind sie gut verträglich. Allerdings können Heilpflanzen nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben. Daher sollten Patienten, die dauerhaft Medikamente einnehmen, sich auch bei pflanzlichen Arzneien vom Apotheker beraten lassen.
So wird Johanniskraut beispielsweise gegen leichte bis mittelschwere Formen der Depression eingesetzt. Wird es jedoch zusammen mit anderen Antidepressiva wie Fluoxetin eingenommen, kann es laut ABDA zu einer Überstimulation bestimmter Nervenzellen kommen. Die Folgen seien Übelkeit, Erbrechen, Angst oder Unruhe. Bei Frauen, die mit der Antibabypille verhüten und Johanniskraut einnehmen, könnten Zwischenblutungen auftreten. Und auch die Kombination von Johanniskraut mit Wirkstoffen gegen AIDS oder mit Herzmedikamenten wie Digoxin kann nach Angaben der ABDA problematisch werden.
Abführend wirkende Heilpflanzen wie Senna, Aloe oder Faulbaum führen den Experten zufolge zu einem Verlust an Kalium, das wichtig für die Herzfunktion ist. In Kombination mit Herzmedikamenten kann es deshalb zu Herzrasen kommen.
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