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Halle (ddp-lsa). Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt mahnt zur Vorsicht bei unseriösen Nebenjob-Angeboten. Statt Verdienst bei Verträgen mit den Firmen PPV und Bifos gebe es oft Schulden. Annoncen wie "Bieten Nebenverdienst am Wochenende, Verdienstmöglichkeit 450 Euro, Pkw erforderlich..." weckten bei vielen Arbeitssuchenden die Hoffnung auf einen Job oder kleinen Zuverdienst, teilte die Verbraucherzentrale am Dienstag in Halle mit.
Die Interessenten würden zunächst zu Gesprächen und Informationsveranstaltungen eingeladen. Bei diesen stelle sich dann heraus, dass ein Vertrag über die Teilnahme an einem Motivations- und Ausbildungsprogramm unterschrieben werden soll. 3200 Euro würden vom Jobsuchenden verlangt. Angeblich könnten die Kosten wieder ausgleichen werden, indem diese als Vertriebspartner immer wieder neue Interessenten werben und zu den Veranstaltungen fahren, vorausgesetzt auch diese bezahlten die 3200 Euro.
Die Masche ziele darauf ab, schnellstens von den Jobsuchenden die 3200 Euro zu kassieren, schätzen die Verbraucherschützer ein. Können die Betroffenen nicht gleich zahlen, würden sie sogar zur Kreditaufnahme gedrängt.
Die beteiligten Firmen PPV - Produkt-Promotion-Vertrieb und Bifos - Bildungsinstitut für offene Seminare Leipzig - seien den Verbraucherschützern bereits bekannt, denn sie hätten mehrmals vor diesen Angeboten gewarnt. Schilderungen von Betroffenen belegten, dass der Verdienst nur vorgetäuscht werde und den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen werden solle. Die Verbraucherzentrale sprach vom Verdacht der progressiven Kundenwerbung, die nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verboten sei. Geschädigte sollten Strafanzeige stellen.
http://www.vzsa.de
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