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02.01.04
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Bayern: Wohnungslosenhilfe fürchtet steigende Obdachlosenzahlen
Nürnberg (ddp-bay). Der Koordinator für Wohnungslosenhilfe in Nordbayern, Willi Kronberger, befürchtet in diesem Jahr steigende Obdachlosenzahlen im Freistaat. Durch die Sozialreformen sei die Gefahr groß, dass mehr Menschen als bisher auf der Straße landeten, betonte Kronberger im ddp-Interview in Nürnberg. In den vergangenen Jahren seien die Zahlen auf hohem Niveau stagniert. Die meisten Probleme gebe es in den Großräumen Nürnberg und München, wo Wohnungen für Sozialschwache nicht bezahlbar seien.
Nach Schätzungen der Wohnungslosenhilfe leben derzeit im Freistaat rund 20 000 bis 25 000 Obdachlose. Viele von ihnen sind bei Freunden oder in Wohnheimen untergekommen. Kronberger geht davon aus, dass rund 3000 bis 3500 Menschen in Bayern tatsächlich auf der Straße leben, in Notunterkünften oder Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe übernachten. Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege in Bayern führt derzeit aber eine landesweite Erhebung durch. Genaue Ergebnisse soll es im Frühjahr geben.
Nach Angaben Kronbergers muss allerdings kein Obdachloser in Bayern auf der Straße schlafen. Für jeden sei entweder in kommunalen Hilfseinrichtungen oder bei Wohlfahrtsverbänden ein Bett vorhanden. Zwar gestalte sich die Unterbringung vor allem in den ländlichen Gebieten oft schwierig, doch im Notfall sei die Polizei verpflichtet, einen Obdachlosen auf der Wache unterzubringen.
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ddp
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