Ein Glas Rotwein pro Tag sei gesund, sagen die einen. Ein Glas Wein pro Tag sei bereits zuviel, sagen die anderen. Wie viel Alkohol ist gesund, wann wird das Trinken zur Sucht? Nach einer Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss man unterscheiden zwischen riskantem Alkoholkonsum, dem Missbrauch und der Abhängigkeit.
Ein riskanter Konsum beginnt bei Männern mit der Aufnahme von 40 Gramm reinen Alkohols pro Tag. Das sind etwa zwei 0,5-Liter Flaschen Bier oder ein halber Liter Wein. Bei Frauen ist die Grenze bereits bei 20 Gramm erreicht. Der Alkoholmissbrauch wird als Vorstufe zur Abhängigkeit angesehen. Wesentliches Merkmal: Die Betroffenen haben Probleme, von sich aus mit dem Trinken aufzuhören. In diesem Stadium führt der Alkohol bereits zu gesundheitlichen, psychischen oder sozialen Schäden.
Der Abhängige schließlich hat die Kontrolle über sein Trinkverhalten verloren. Stattdessen bestimmt nun der Alkohol den Tagesplan. Getrunken wird, obwohl der Alkohol bereits deutliche Spuren bei den Betroffenen hinterlassen hat. Um Entzugserscheinungen wie zitternde Hände zu vermeiden, greift der Abhängige zur Flasche. Versprechungen und gute Vorsätze werden nicht mehr eingehalten.
In Hessen gibt es rund 800 Selbsthilfegruppen für Süchtige, darunter auch die Anonymen Alkoholiker, das Blaue Kreuz, der Kreuzbund und der Guttempler-Orden. Darüber hinaus besteht ein landesweites Netz von Suchtberatungsstellen. Einen Überblick über Therapie- und Hilfsangebote bietet die Hessische Landesstelle gegen die Suchtgefahren auf ihrer Internet-Seite unter www.hls-ksh.de.
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