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Mehr Toleranz bitte!
Düsseldorf (ddp-nrw, 4.11.2003). Die Sängerin und Schauspielerin Katja Riemann (Foto) ruft zu mehr Toleranz gegenüber schizophren Erkrankten auf. "Psychische Krankheiten sind ein Tabuthema in unserer Gesellschaft, weil es mit Scham belastet ist, kritisierte Riemann am Dienstag in Düsseldorf. Zu Gunsten des Vereins "Open the doors" veranstaltet sie am 2. Dezember in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ein Benefizkonzert. Der Verein leistet Aufklärungsarbeit über psychische Erkrankungen.
In Deutschland leiden 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung an einer psychischen Erkrankung. Ein Prozent der Bevölkerung ist schizophren erkrankt. "Die Weltgesundheitsorganisation hat errechnet, dass in 17 Jahren Depressionen an der ersten Stelle aller Erkrankungen stehen, die zur erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen", sagte Wolfgang Gaebel (Foto), Vorsitzender des Vereins und Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Düsseldorfer Universität. (weiter ...)
Benefizkonzert
Katja Riemann singt
für Menschen mit psychischen Erkrankungen
Die preisgekrönte deutsche Schauspielerin engagiert
sich für die Antistigma-Kampagne Deutschland
Ein Programm gegen die Stigmatisierung psychisch kranker Menschen
(Düsseldorf, 4.11.2003, impressum/naps). Die bekannte deutsche Schauspielerin und Preisträgerin des diesjährigen Goldenen Löwen (Filmfest Venedig) Katja Riemann setzt sich für Menschen mit psychischen Erkrankungen ein. Sie unterstützt die Antistigma-Kampagne Deutschland, die unter dem Dach des Vereins "open the doors" e.V. organisiert wird. Die Antistigma-Kampagne führt Veranstaltungen und öffentliche Aktionen durch, um auf die Probleme von Menschen mit psychischen Erkrankungen aufmerksam zu machen, ihre Heilungschancen zu verbessern und ihre Integration in die Gesellschaft zu fördern. Katja Riemann gibt im Rahmen ihrer Deutschlandtournee mit dem Katja Riemann Oktett am 2. Dezember 2003 ein Benefizkonzert in Düsseldorf. Der Erlös kommt der Arbeit von "open the doors" e.V. zugute.
"Die Situation psychisch kranker Menschen findet in unserer Gesellschaft nur wenig Beachtung. Ich möchte mit meinem Engagement für die Antistigma-Kampagne einen Anstoß geben und dazu beitragen, dass das Thema eine stärkere Beachtung in der Öffentlichkeit bekommt", sagt Katja Riemann. "Gerade das Medium Film bietet viele Möglichkeiten, diese Thematik den Menschen auf positive und differenzierte Weise näher zu bringen", so die beliebte Schauspielerin, die zur Zeit mit dem Film "Rosenstraße" in den deutschen Kinos zu sehen ist. Für ihre Rolle der Lena Fischer wurde Katja Riemann auf dem diesjährigen Filmfest in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
Riemann will helfen, Vorurteile abzubauen
Die Antistigma-Kampagne und die Arbeit des Vereins "open the doors" e.V. hält Katja Riemann für besonders unterstützenswert, da dadurch die vielen falschen Vorstellungen und Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen abgebaut würden. "Ich denke, dass ein großer Teil der Öffentlichkeit ein durch die Medien und oberflächliche Filme verzerrtes Bild von Menschen mit psychischen Erkrankungen hat. Hier ist Aufklärung dringend notwendig und dabei möchte ich helfen."
Verbindung von Kultur und Psychiatrie als Chance
Dass in der Bevölkerung viel Unwissen über die Situation psychisch kranker Menschen herrscht, bestätigt der Vorsitzende des Vereins "open the doors" und Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Wolfgang Gaebel. "Eine groß angelegte Umfrage im Jahr 2001 hat unter anderem ergeben, dass fast drei Viertel der Bevölkerung nichts über die Ursachen einer psychischen Erkrankung wie der Schizophrenie wissen", so Prof. Gaebel. "Wir sind Katja Riemann daher für ihr Engagement sehr dankbar. Die Verbindung von Kultur und Psychiatrie beinhaltet die Chance, viele Menschen zu erreichen, die sich sonst nicht mit psychiatrischen Themen auseinandersetzen. Das wird unserer Arbeit eine ganz neue Aufmerksamkeit bescheren." Der Verein "open the doors" e.V. setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2000 bundesweit mit öffentlichen Veranstaltungen wie Kunstausstellungen, Lesungen, Film- und Theaterabenden, Vorträgen und Podiumsdiskussionen gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung psychisch kranker Menschen ein.
Accoustic Beats und Jazzy Songs am 2.12.2003
Katja Riemann gibt ihr Benefizkonzert zu Gunsten des Vereins "open the doors" e.V. im Rahmen einer Deutschlandtournee im Robert-Schumann-Saal im Museum Kunst Palast Düsseldorf. "Die Musik ist meine zweite große Leidenschaft, der ich seit einigen Jahren mehr Zeit widme", erklärt Katja Riemann. Begleitet von einer Besetzung aus exzellenten Jazzmusikern ("Katja Riemann Oktett") singt sie balladenhafte Songs in vielfältigen Klangfarben. Die Schauspielerin selbst beschreibt den Stil ihrer Musik als ein virtuoses Zusammenspiel von jazzy songs und accoustic beats. Das Benefizkonzert findet am Dienstag, dem 2.12.2003 um 20 Uhr statt. Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen in Düsseldorf.
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Foto: impressum
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KONTAKT: "open the doors" e.V.
Anja Baumann
Programm-Koordinatorin
Rheinische Kliniken Düsseldorf
Kliniken der
Heinrich-Heine-Universität
Bergische Landstr. 2
40629 Düsseldorf
Tel. 0211 - 922-2777
Fax 0211 - 922 2776
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