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Leipzig (ddp). Für einen offenen und vorurteilsfreien Umgang mit psychisch Kranken wirbt die stellvertretende FDP-Fraktionschefin im Bundestag, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Es müssten beispielsweise Konzepte entwickelt werden, die Arbeitgeber überzeugen, dass auch psychisch Kranke wertvolle Mitarbeiter sein können, sagte Leutheusser-Schnarrenberger in Leipzig. Sie äußerte sich nach einem Besuch des Vereins «Irrsinnig Menschlich», zu dessen Gründungsmitgliedern sie zählt.
Nach Angaben des Vereins, der sich um schizophrene Patienten kümmert und die Öffentlichkeit für deren Schicksale sensibilisieren will, sind Vorurteile gegenüber so genannten Verrückten nach wie vor verbreitet. Das könne unter anderem zu sozialer Isolation, Arbeitsplatzverlust und Armut führen.
Matthias C. Angermeyer von der Leipziger Universität kritisierte, dass psychisch Kranke nicht mit körperlich Kranken gleichgestellt werden. Das habe fatale Folgen für die Lebensqualität der Betroffenen. Mit Möglichkeiten der Ent-Stigmatisierung von Schizophrenie befasst sich ab Sonntag ein internationaler Kongress in Leipzig, dessen Initiator der Psychiater ist.
Internet: www.irrsinnig-menschlich.de
(c) ddp 28.08.01
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