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Lichtblick-Newsletter Nr. 156 vom 25.02.2005
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Lichtblick-Newsletter Nr. 156 vom 25.02.2005
Nachrichten aus Psychiatrie & Selbsthilfe (naps)
ISSN 1619-1927 (Deutsche Bibliothek)
http://www.lichtblick-newsletter.de
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Ausgezeichnet mit dem Antistigma-Förderpreis
www.lichtblick-newsletter.de/blickpsy6a.html
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Testbericht: Lichtblick-Newsletter
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T H E M E N
1. Dritte Informationsbörse Schizophrenie in Rostock
2. Patientenverfügung führt in die "Euthanasie"
3. Hoppe: Reform verschlechtert medizinische Versorgung
4. Käpt'n Alfred vertellt
5. Zwei Drittel aller TV-Sendungen zeigen Gewalt
6. Mann stirbt nach Zwangsräumung
7. Neues Institut zur medizinischen Qualitätskontrolle
8. Aus den Bundesländern
9. Fernsehtipp
10. Lichtblick Surftipp
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[1] Dritte Informationsbörse Schizophrenie in Rostock
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Fortbildung für Ärzte, Informationen für die breite Öffentlichkeit
Was ist Schizophrenie? Wie lassen sich mögliche Krankheitsanzeichen
frühzeitig erkennen? Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es? Um über
diese und weitere Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren
und zeitnah über den aktuellen Kenntnisstand der Forschung zu informieren,
bietet das Kompetenznetz Schizophrenie in regelmäßigen Abständen eine
Informationsbörse Schizophrenie an. Als dritter Etappenort ist die
Hansestadt Rostock gewählt worden. Nach großen Erfolgen in Berlin 2001 und
Düsseldorf 2003 rechnen die Veranstalter auch in diesem Jahr mit einer gut
besuchten Veranstaltung. Neu ist das Angebot einer zertifizierten
Fortbildung für Ärzte am Vortag.
Neben der Schaffung wissenschaftlicher Grundlagen für eine optimale
Prävention, Therapie und Rehabilitation und deren Aufbereitung für die
Versorgung zählt die gezielte Öffentlichkeitsaufklärung zu den Hauptaufgaben
des bundesweiten Forschungsverbunds "Kompetenznetz Schizophrenie", dessen
zentrale Koordination der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und
Psychotherapie der Heinrich-Heine Universität / Rheinische Kliniken
Düsseldorf unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Gaebel obliegt. In
Berlin 2001 hat das Kompetenznetz Schizophrenie mit der ersten
Informationsbörse Schizophrenie eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben
gerufen, um der breiten Öffentlichkeit die aktuellen Erkenntnisse,
Fortschritte und Neuentwicklungen in der Behandlung von Psychosen möglichst
zeitnah bekannt zu machen. Psychiatrie-Erfahrene und ihre Angehörigen, aber
auch psychiatrisch interessierte Laien, Ärzte, Psychologen, Pädagogen,
Mitarbeiter in Kontakt- und Beratungsstellen, Angehörige von Fachverbänden,
Wissenschaftler, Schüler und Studenten sind eingeladen sich zu informieren
und den Dialog zwischen den Gruppen aktiv mitzugestalten. Das diesjährige
Veranstaltungsprogramm sieht drei Vortrags- und Diskussionsblöcke zu den
Themen "Psychose und ihre Folgen", "Behandlung und Selbsthilfe" und "Schutz
und Chance" vor. Darüber hinaus runden Informationsstände und eine
Posterausstellung zu den Vorträgen die Veranstaltung ab.
Die Informationsbörse findet am 23. April 2005 in der Stadthalle Rostock von
9.30 bis 17.00 Uhr statt. Sie wird in enger Kooperation mit der
Psychiatrischen Universitätsklinik Rostock und den Landesverbänden der
Angehörigen und Psychiatrie-Erfahrenen Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
Anmeldungen unter www.lichtblick-newsletter.de sind erbeten (Tel./Fax: 0381
- 722025). Der Besuch der Informationsbörse Schizophrenie ist kostenfrei.
Die Möglichkeit eines Imbisses in der Mittagszeit wird geboten.
Der Vortag, 22. April 2005, stellt den Auftakt für die erste zertifizierte
Fortbildungsveranstaltung des Kompetenznetze Schizophrenie dar. Unter
Moderation von Frau Prof. Sabine Herpertz, Rostock, referieren Herr Prof.
Wolfgang Maier, Bonn, und Herr Prof. Joachim Klosterkötter, Köln, über die
Entstehung der Schizophrenie und ihre prädiktive Behandlung sowie Prof. Arno
Deister, Itzehoe, über pharmakologische Behandlungsmöglichkeiten. Die
Fortbildungsveranstaltung für Ärzte findet gleichfalls in der Stadthalle
Rostock statt, 16.00 bis 20.00 Uhr.
Zu beiden Veranstaltung erteilt Frau Dr. Adelheid Weßling, Projektmanagerin
des Kompetenznetzes Schizophrenie, weitere Auskunft (Tel.: 0211 - 922-2771;
E-Mail: adelheid.wessling@uni-duesseldorf.de). Informationen zum
Veranstalter unter http://www.kompetenznetz-schizophrenie.de.
Das Kompetenznetz wird im Rahmen eines Programms zur Bildung von
Kompetenznetzen in der Medizin seit Herbst 1999 vom Bundesministerium für
Forschung und Bildung gefördert. (Pressemitteilung KNS vom 22.02.2005)
Anmeldungen: http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker955_05.html
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[2] Patientenverfügung führt in die "Euthanasie"
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Von Roland Hartig
Lindenstraße-Produzent Hans W. Geißendörfer träumt in der ZEIT 08/2005
davon, sein Leben "selbst zu beenden, wenn ich zur Last falle, unerträglich
werde, ein bewegungsloser Pflegefall. Selbst Zeit und Ort zu wählen, dem
Leben zu entfliehen. Alles, was gesetzlich möglich ist, habe ich dafür an
Vorkehrungen getroffen." Zur Würde des Menschen gehöre, Selbstmord verüben
zu dürfen, so Geißendörfer. Und: "Es kann nicht sein, dass man Menschen, die
diesen Weg wählen, in die Psychiatrie einweist."
Für die "Euthanasie"-Lobby, die über eine so genannte Patientenverfügung
"selbstbestimmte" Behandlungsabbrüche gesetzlich abgesichert sehen will, ist
das Wasser auf ihre Mühlen. Die Debatte darüber fällt zusammen mit der
Novelle des Betreuungsrechts. Das bestehende sei zu teuer, sagt die Justiz.
Auch die Medizin müsse sparen. Sarkastisch gesagt: Wer von sich aus per
Verfügung jegliche Hilfe und Heilbehandlung verweigert, trägt zur
"Kostendämpfung" bei. Weiteres Kalkül: Der Betroffene fällt seiner Umwelt
nicht mehr "zur Last".
Nicht nur Geißendörfer scheint unter Druck zu stehen, auch die
Bundesärztekammer. In ihren neuen Grundsätzen zur ärztlichen
Sterbebegleitung wird "die Bedeutung und Verbindlichkeit von
Patientenverfügungen" hervorgehoben, obwohl die Rechtslage unklar ist. Das
neue Betreuungsrecht soll nun Klarheit schaffen. Darin sind jedoch
Regelungen im Spiel, die den Dammbruch in Richtung "Euthanasie" geradezu
herausfordern.
Aktuelles Beispiel: "Entschließt sich eine Patientin oder ein Patient trotz
aller ärztlichen Bemühungen nach freiverantwortlicher Überlegung dazu, ihr
oder sein Leben selbst zu beenden, so soll keine ärztliche Verpflichtung
bestehen, gegen den ausdrücklichen Willen der oder des Betroffenen
lebenserhaltend einzugreifen." Keiner sollte mit den Mitteln des Strafrechts
gezwungen werden, "ihn zum Weiterleben zu nötigen". So argumentiert die
Arbeitsgruppe des Bundesministeriums der Justiz "Patientenautonomie am
Lebensende". Eine Option pro Suizid! Menschen, die am Rand stehen, physisch
und psychisch sich am Ende fühlen, werden so einem zusätzlichen Druck
ausgesetzt.
Außerdem sei die Einleitung oder Fortführung einer künstlichen Ernährung
oder Beatmung ohne ausdrückliche oder mutmaßliche Einwilligung des Patienten
eine rechtswidrige Körperverletzung "und kann strafbar sein". Durch
Verhungern, Verdursten und Ersticken sterben zu müssen, ist grausam.
Folglich wird in einem zweiten Schritt der Gesetzgeber nicht umhinkommen,
letztendlich doch die aktive Sterbehilfe zu erlauben. Wohin das führt, zeigt
die legalisierte niederländische und belgische Praxis. Dort können auch
psychisch kranke Menschen mit fehlendem Lebensmut, Demente und Schwerkranke
unter die "Euthanasie"-Freigabe fallen.
"Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens"
Zur Erinnerung: Bereits 1920 veröffentlichte der Psychiater Karl Hoche
zusammen mit dem Juristen Alfred Binding die Broschüre "Die Freigabe der
Vernichtung lebensunwerten Lebens". Darin "begreift" Binding den Selbstmord
als eine "rechtlich unverbotene Handlung". Die Handlung zu unterbinden, sei
"rechtswidrige Nötigung". Hoche schreibt von "Ballastexistenzen" und "leeren
Menschenhülsen". Zwar lehnte er die Tötung von Kranken, bei denen noch
Hoffnung auf Heilung besteht, ab, "aber wir werden vielleicht eines Tages zu
der Auffassung heranreifen, dass die Beseitigung der geistig völlig Toten
kein Verbrechen, keine unmoralische Handlung, keine gefühlsmäßige Rohheit,
sondern einen erlaubten nützlichen Akt darstellt." Schließlich setzten die
Nationalsozialisten diese Ideen mit ihrem menschenverachtenden
"Euthanasie"-Programm um.
"Stärkung der Patientenautonomie"
Wenn sich heute Menschen mit einer Patientenverfügung in Richtung
"Euthanasie" abschieben lassen, freiwillig oder gedrängt, so ist das eine
Schreckensnachricht. Auch die Registrierung von Verfügungen ist heikel. Die
Diskussion zur "Stärkung der Patientenautonomie" hat zudem eine dramatische
Wende genommen. Nicht die Art und Weise der Gestaltung der
Arzt-Patient-Beziehung steht im Vordergrund, sondern das
"Selbstbestimmungsrecht". Ob vernünftig, unüberlegt oder selbstzerstörerisch
angewandt, verabsolutiert birgt es allemal Gefahren, besonders wenn es um
Mehrheiten geht. So fordert die "Euthanasie"-Lobby seit Jahren ein "Recht
auf den Tod". Besonders ihre "Verbände" verweisen beständig auf ihre
Meinungsumfragen, wonach die Mehrzahl der Deutschen Sterbehilfe nach dem
niederländischen Modell befürwortet. Immerhin, nach Informationen einer
Zeitung haben Parlamentarier für Anfang März eine Debatte zur Reform des
Betreuungsrechts im Bundestag anberaumt. Es bleibt zu hoffen, dass die
Abgeordneten eindringlich das Recht auf Leben schützen und der "Euthanasie",
in welcher Variante auch immer, eine klare Absage erteilen.
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1084_05.html
STANDPUNKT
Ärztlicher Alltag und Autonomie: Illusion und Patientenverfügung von Dr.
Paolo Bavastro http://www.solidaritaet.com/neuesol/2004/24/col.htm
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[3] Hoppe: Reform verschlechtert medizinische Versorgung
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(PdÄ). Das GKV-Modernisierungsgesetz verschlechtere die medizinische
Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten, kritisierte
Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe in der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" (19.2.). "Wir müssen befürchten, dass diese von der
Gesundheitspolitik ausgelösten Entwicklungen in absehbarer Zeit negative
Auswirkungen auf Lebensqualität und Lebenserwartung unserer Bürger haben",
sagte er. Das freiheitliche Gesundheitssystem mit freier Arztwahl,
Niederlassungsfreiheit und Therapiefreiheit entwickele sich immer mehr zu
einem System einer organisierten Zuteilungsmedizin, kritisierte Hoppe auch
in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau" (21.2.).
Leistungsangebote würden staatlich gesteuert und Programmvorgaben griffen in
die individuelle Arzt-Patient-Beziehung ein. "Das ist eine fundamentale
Änderung der Grundphilosophie unseres Gesundheitswesens. Patienten werden
nicht mehr als kranke Menschen angesehen, sondern als Besitzer einer
Krankheit." Die Ökonomie spiele eine zu große Rolle.
Aber auch bei den Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), die Ärzte
ihren Patienten gegen Privatrechnung anbieten, laufe etwas schief,
kritisiert Hoppe in der "Frankfurter Rundschau". Es gebe in den eigenen
Reihen zwar einige Ärzte, deren Verhalten mit der ärztlichen Berufsethik und
Berufsordnung nicht vereinbar sei, aber sicher gebe es nicht reihenweise
Abzocker. "Es gibt Ärzte, die aus der Kurve getragen worden sind und nicht
mehr so recht wissen, was richtig und was falsch ist. Denen werden wir
helfen, in dem wir als Bundesärztekammer klar sagen, was ist vertretbar und
wo geht es zu weit." http://www.bundesaerztekammer.de
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[4] Käpt'n Alfred vertellt
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Oh, weh. Da hat doch wirklich gestern ein "Big-Brother-Insasse" den Begriff
"depressiv" definieren sollen. Er sagte: "Das ist, wenn man progressiv Auto
fährt. Wenn einer einem entgegenkommt. Normalerweise habe ich kaum
Fremdwörter in meinem Wortschatz, doch den Begriff kenne ich zum Glück."
In der aktuellen Zeitschrift "Psychologie Heute" (3/05) findet sich dazu ein
hervorragender Artikel: "Medienpsychologie: Der Histrio betritt die Bühne".
Der "Histrio" ist mit ganz knappen Worten so einer wie z.B. Daniel Küblböck.
Muss ständig im Mittelpunkt und im Rampenlicht stehen, ausgestattet mit
einem "theatralischen und einem emotionalem aufdringlichen Verhalten". Jetzt
scheine ich durch Big Brother noch eine Eigenschaft entdeckt zu haben: Der
"Histrio" als Big-Brother-Insasse trägt zur Verdummung der Massen bei.
S P R U C H
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Wenige wissen vieles, niemand weiß alles,
und doch wollen so viele alles besser wissen.
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[5] Zwei Drittel aller TV-Sendungen zeigen Gewalt
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München (ddp). In fast zwei Drittel aller TV-Sendungen sind nach einer
Studie Gewaltdarstellungen zu sehen. Wissenschaftler warnen vor der
zunehmenden Vermischung von Fiktion und Realität bei Gewaltszenen im
Fernsehen. Vor allem Kinder könnten nachgestellte Darstellungen als Abbild
realer Gewalt missverstehen, sagte Medienwissenschaftlerin Petra Grimm am
Donnerstag bei der Vorstellung einer neuen Studie über Gewalt im Fernsehen.
"Kein Sender kann sich einen Heiligenschein aufsetzen", betonte sie.
Den höchsten Gewaltanteil weisen laut Untersuchung Reality-Formate auf, bei
denen die Realität nachgeahmt, künstlich hergestellt oder Realität und
Fiktionalität dramaturgisch vermischt werden. 6,5 Prozent der untersuchten
Sendezeit entfielen auf Gewaltdarstellungen. In Nachrichtensendungen, bei
denen Gewalt nach Angaben Grimms naturgemäß einen hohen Nachrichtenwert hat,
mache der Anteil dagegen nur 5,5 Prozent aus. "Je weniger Nachrichten ein
Sender ausstrahlt, desto mehr Gewalt wird darin gezeigt", so lautete ein
Fazit.
Der Leiter der ARD-Medienforschung Camille Zubayr betonte, Gewalt sei ein
"integraler Bestandteil" von Krimis und Nachrichten.
ProSieben-Unternehmenssprecher Christoph Körfer behauptete, mit Gewalt
allein sei aber keine Quote zu machen.
Die Leiterin der Stabsstelle der Kommission für Jugendmedienschutz, Verena
Weigand, warf sowohl den öffentlich-rechtlichen als auch den privaten
Sendern vor, etwa im Vorspann oder in Trailern die Zuschauer "ganz bewusst"
mit einem hohen Anteil an Gewalt zum Einschalten bewegen zu wollen.
Insbesondere in sozial schwachen Schichten laufe der Fernseher den ganzen
Tag, sagte die Chefin des Münchner Instituts für Medienpädagogik in
Forschung und Praxis, Helga Theunert. Kinder könnten so unkontrolliert
Gewaltdarstellungen konsumieren. Die Studie wurde im Auftrag der Bayerischen
Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der Niedersächsischen
Landesmedienanstalt (NLM) erstellt.
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[6] Mann stirbt nach Zwangsräumung
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Potsdam (ddp-lbg). Einen Tag nach der Zwangsräumung seiner Wohnung ist am
Mittwoch in Potsdam ein Mann ums Leben gekommen. Der 41-Jährige sei offenbar
erfroren, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag in der
Landeshauptstadt. Der Mann wurde den Angaben zufolge von Spaziergängern im
Park Babelsberg entdeckt.
Der Tote lag etwa 50 Meter entfernt vom Hauptweg hinter einer Böschung auf
einem Stück Teppich. Neben ihm wurden ein Rucksack und mehrere Bierflaschen
gefunden. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Ein
Fremdverschulden schließt die Polizei aus. Die Ermittlungen hätten ergeben,
dass die Babelsberger Wohnung des Mannes am Dienstag mit einem Beschluss des
Amtsgerichtes Potsdam zwangsgeräumt worden sei.
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[7] Neues Institut zur medizinischen Qualitätskontrolle
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Berlin (ddp). Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im
Gesundheitswesen (IQWiG) hat am Donnerstag in Köln seine Arbeit aufgenommen.
Die fachlich unabhängige wissenschaftliche Einrichtung soll künftig
Entscheidungsträgern, Medizinern und Patienten Informationen liefern, wie
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) anlässlich der Eröffnung
sagte. Das IQWiG stehe für den durch die Gesundheitsreform eingeleiteten
Paradigmenwechsel, erklärt Schmidt. Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient
solle sich zu einem partnerschaftlichen wandeln hin zu einer gemeinsamen
Arbeit am Heilungserfolg. Patienten bräuchten dafür "mehr Durchblick, mehr
Wissen und mehr Beteiligung". Ärzte benötigten gesicherte Informationen
darüber, "was machbar ist, was sinnvoll ist und was erfolgreich ist".
Aktuell ist das Institut nach Angaben von Schmidt unter anderem mit der
Bewertung von medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien bei häufigen
Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Asthma und Demenz befasst. Zum
Aufgabenbereich gehört auch die Beurteilung der im Rahmen der gesetzlichen
Krankenkassen erbrachten Leistungen. Das IQWiG wurde vom Gemeinsamen
Bundesausschuss als private Stiftung gegründet. Anträge für Aufträge können
neben dem Ausschuss auch das Bundesgesundheitsministerium sowie
Patientenorganisationen und Behindertenverbände stellen.
http://www.iqwig.de
NA SOWAS
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"Na, wie war's bei dem berühmten Hellseher?" - "Eine Enttäuschung.
Als ich anklopfte, fragte er: Wer ist da?"
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[8] Aus den Bundesländern
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BAYERN
++ Veranstaltungshinweise vom Landesverband Bayern
der Angehörigen psychisch Kranker e.V.
26. Februar 2005: "Angehörige im Zusammenleben mit psychisch Kranken -
Wünsche und Erwartungen". Regionaltreffen für Angehörige psychisch Kranker
im Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren.
11. Juni 2005: "Auch Geschwister und Kinder sind Angehörige".
Tagung in Garmisch-Partenkirchen.
02. Juli 2005: "Auch Geschwister und Kinder sind Angehörige".
Tagung in Werneck.
Nähere Informationen zu den Tagungen können in der Geschäftsstelle des
Landesverbandes Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V. erfragt werden
bzw. sind auf unsere Homepage einsehbar. Kontakt: Alexandra Chuonyo,
Geschäftsstellenleitung, LV Bayern ApK, Pappenheimstraße 7, 80335 München
Tel.: 089-51086325, Fax: 089-51086328, E-Mail: lvbayern_apk@t-online.de
http://www.lvbayern-apk.de
++ 28. Februar 2005: "Gemeinsam gegen die Schwerkraft des Lebens" -
Kabarettist Sigi Zimmerschied liest aus seinen "Kalendarien" zugunsten des
Vereins Horizonte. Das Publikum erhält bisher ungewohnte Einblicke in das
literarische Schaffen des Passauer Kabarettisten. Der Verein Horizonte, der
Menschen mit Depression oder Manie und deren Angehörige unterstützt, stellt
sich und seine Projekte vor. Beginn: 20.30 Uhr. Eintritt: 7,50 Euro. Ort:
Theater Drehleier, Rosenheimerstraße 123, 81667 München
http://www.verein-horizonte.de + http://www.theater-drehleier.de
BERLIN und BRANDENBURG
++ Vortragsreihe "Tod und Trauer begleiten" (VIA e.V. Berlin-Brandenburg)
10.03.2005: "Leben ist kostbar - bis zuletzt. Das Ricam Hospiz, ein Ort fürs
Leben bis zum Tod". Referent: Johannes Schlachter, Pflegedienstleiter und
stellvertretender Hospizleiter Ricam Hospiz gGmbH (Eintritt: 6 Euro)
06.04.2005: "Spiritualität und moderne Medizin - Befragungsergebnisse zu
Patientenbedürfnissen". Referent: PD Dr. med. Arndt Büssing, Lehrstuhl für
Medizintheorie und Komplementärmedizin, Arbeitsgruppe Spiritualität und
Medizin an der Universität Witten/Herdecke (Eintritt: 8 Euro)
01.06.2005: "Trauernde begleiten: Wie man Hinterbliebenen und Sterbenden in
ihrer Trauer helfen kann". Referentin: Jo-Jacqueline Eckardt,
Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin (USA / Deutschland), Beraterin für
Trauma- und Trauerbetroffene, Autorin mehrerer Bücher (Eintritt: 6 Euro)
Die Vorträge finden statt bei VIA e. V. Berlin-Brandenburg, Schönhauser
Allee 175, 10119 Berlin Um Anmeldung wird gebeten: Ulrike Baak
Tel.: 030 - 44 354 814 oder u.baak@via-berlin.de http://www.via-berlin.de +
http://www.via-fortbildung.de + http://www.blumenfisch.de
HAMBURG
++ 4. März 2005: Gesprächskreis mit dem ehemaligen Hamburger 1.
Bürgermeister Ortwin Runde (MdB) um 15 Uhr im Altenzentrum Ansgar, Reekamp
49, 22417 Hamburg-Langenhorn. Mit dabei: KIK Künstlergruppe und die
Theatergruppe des Klinikum Nord.
MECKLENBURG-VORPOMMERN
++ Mit "Tyson & Frieda" gegen Ausgrenzung: "Tyson & Frieda" sind die
Maskottchen für die "Selbsthilfe-Schreibwerkstatt gegen Ausgrenzung", die
der Lichtblick in Rostock ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit Hobbyautoren
wollen die beiden Hunde mit zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen
beitragen. Frieda, eine Golden Retriever Hündin, besucht eine Tagesstätte
für psychisch kranke Menschen in Bad Doberan. Sie kommt dort als
"Therapeutin auf vier Pfoten" zum Einsatz. Dagegen muss sich Tyson, ein
Stafford-Mix, mit dem Stigma "Kampfhund" und "Ohrenbeisser" herum ärgern.
Dabei tut Tyson wirklich nichts - außer Mützen (behutsam) vom Kopf holen.
... "Lust aufs Leben", ein Erfahrungsbericht von Thomas Greve, macht den
Anfang. [ mehr ] http://www.lichtblick-newsletter.de/werkstatt.html
++ Psychoseseminare in Rostock
16.03.2005: "Ich helf' dir gleich" - Erwartungen an die Helfer.
Volkshochschule Rostock, 17.00 - 19.15 Uhr. Kursleitung: Stefan Paulaeck,
Alter Markt 19, 18055 Rostock.
11.05.2005: Personenzentrierte Psychiatrie - was heißt das? Volkshochschule
Rostock, 17.00 - 19.15 Uhr. Mit Prof. hc. Dr. phil. Ingmar Steinhart
(Universität Greifswald), Alter Markt 19, 18055 Rostock
22.06.2005: Das ganz "normale" Leben nach der Psychose. Neuanfang,
Aufarbeitung, Chancen, Vertrauen. 17.00 - 19.15 Uhr. Alter Markt 19, 18055
Rostock.
SAARLAND
++ 25 000 Saarländer an Demenz erkrankt: Saarbrücken (ddp-swe). Im Saarland
sind nach Angaben des Sozialministeriums 25 000 Menschen an Demenz erkrankt.
Die Gesellschaft stehe dabei in der Verantwortung, betroffene Menschen und
deren Angehörigen nicht allein zu lassen, sagte Sozialminister Josef Hecken
(CDU) am Montag in Saarbrücken. Nach einer Studie des Zentralinstituts für
seelische Gesundheit in Mannheim sei davon auszugehen, dass sich bundesweit
die Zahl der Demenzerkrankten bis zum Jahr 2040 um 120 Prozent erhöht. Es
sei daher notwendig, das Thema "aus der Tabuzone herauszuholen", forderte
Hecken. Oftmals verblieben viele Demenzfälle in der "familiären Anonymität".
Derzeit seien bei den unter 70-Jährigen drei bis fünf Prozent betroffen, bei
den 70 bis 80-Jährigen bereits zehn Prozent, bei den über 80-Jährigen jeder
Dritte. Damit werde Demenz eine der größten Herausforderungen für das
Gesundheitssystem.
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[9] Fernsehtipp
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Johannes-B.-Kerner, ZDF-Sendung, Dienstag, den 01.03.2005, 23.15 - 00.30
Gäste: Dariusz Michalczewski, Joachim Król, Josef Hader, Ulrich Meyer, Vera
Stein. Zu Vera Stein: Sie ist Autorin des Buches "Menschenfalle Psychiatrie:
Mit 14 Jahren weggesperrt."
ESSEN SIE GERN ... ?
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Der Ober fragt den Gast: "Essen Sie gern Wild, mein Herr?" -
"Nein, lieber ruhig und gemütlich."
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[10] Lichtblick Surftipp
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--> Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener
Mecklenburg-Vorpommern e.V. ist ins Netz gegangen.
http://www.lpemv.de
--> Aufsuchende Psychiatrie für Wohnungslose in Hamburg
http://www.lichtblick-newsletter.de/vis-hbg12.html
--> Depressionen und Suchtanfälligkeit - Schulden machen krank
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1085_05.html
--> Hoppe: Zuzahlung hält selbst chronisch Kranke vom Arztbesuch ab
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1032_05.html
--> Tagung "Salutogenese in der Psychiatrie" (6.-7. April 2005,
Evangelischen Akademie Tutzing http://www.ev-akademie-tutzing.de
--> "Bunte Gesundheit" liegt ab 26. Februar in Arztpraxen
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1086_05.html
--> Umstrittene Schrothkur - Scharlatanerie oder Erholung?
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1065_05.html
--> Gemeinnützigkeit unterliegt dem Steuergeheimnis
http://www.AGPF.de/Gemeinnuetzigkeit.htm
--> Website-Impressum muss deutlich sichtbar sein
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1010_05.html
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Hg: Familien-Selbsthilfe Psychiatrie Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V. (LApK MV e.V.)
Henrik-Ibsen-Str. 20, 18106 Rostock, Tel./Fax 0381 - 72 20 25
Vereinsregister VR 1985 / Amtsgericht Rostock
Ulrike Schob vorstand@lichtblick-newsletter.de
Roland Hartig redaktion@lichtblick-newsletter.de
Thomas Greve webmaster@lichtblick-newsletter.de
[ ABBESTELLEN ] http://www.lichtblick-newsletter.de/newsletter
[ SPENDENSEITE ] http://www.lichtblick-newsletter.de/spende.html
[ ABONNENTEN ] 1.900
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