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Der Ratgeber "Depressionen bewältigen, die Lebensfreude wiederfinden" (TRIAS, Stuttgart. 2004) gehört zweifelsohne zu den Büchern, die man haben muss. Denn immer klarer wird, Depressionen sind ernsthafte Erkrankungen. Darunter leiden allein in Deutschland mehr als vier Millionen Menschen.
"Eine Depression verändert den Betroffenen. Er hat das Gefühl, als ob sich über Körper und Seele ein bleierner Mantel gelegt hätte. Inzwischen gibt es eine Reihe wirksamer Behandlungsverfahren. Meist kann die Krankheit vollständig zum Abklingen gebracht werden", konstatiert Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl von der psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Gemeinsam mit der Journalistin und Psychologin Svenja Niesken hat er den Band herausgegeben. Dieser ist in drei Kapitel (Wie zeigt sich eine Depression, Warum habe ich eine Depression, Wege aus der Depression) und einen Serviceteil (weiterführende Informationen, auch für Angehörige und Freunde, Buchtipps, CD-Rom-Tipp, nützliche Adressen) unterteilt.
Das dritte Kapitel ist das umfangreichste. Es informiert über die beiden zentralen Therapien: Psychotherapie und Medikamente. Auch vorgestellt werden alternative Ansätze wie z.B. Johanniskraut, Lichttherapie und Elektrokrampfbehandlungen.
Der 160 Seiten starke Ratgeber stellt das neueste Wissen über Depressionen in präziser und verständlicher Form dar. Noch dazu ist es ein handwerklich gut gemachtes Buch; mit ansprechenden Porträts, hilfreichen Fragebögen, Tabellen und Hervorhebungen. Es bestärkt Betroffene, sich intensiv mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen. So wie im Buch beschrieben: Depressionen frühzeitig erkennen, die Fülle der Therapien sinnvoll für sich nutzen, einem Rückfall wirksam vorbeugen!
Ulrich Hegerl ist zusätzlich zu seiner klinischen Tätigkeit Sprecher und Koordinator des Kompetenznetzes Depression. Das Großprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es informiert Betroffene, Angehörige und Experten wissenschaftlich fundiert über Depressionen. Unter www.kompetenznetz-depression.de gibt es beispielsweise eine Link- und Adressensammlung, einen Selbsttest sowie ein ärztlich moderiertes Diskussionsforum.
Roland Hartig
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